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Prinzip der Motorüberwachung
Motorüberwachung ist nichts
anderes als Fernmessung, das heißt, am Motor sind Geber, Sonden
oder Fühler angebracht, die bestimmte Messdaten per Draht zu einem
Messinstrument schicken. Das ermöglicht uns, gemütlich am
Fahrstand in der Sonne zu sitzen und trotzdem "Auge und Ohr"
direkt am Motor zu haben.
Dieser Komfort hat aber auch seine Tücken. Die Stückzahl der
Mess- und Überwachungs-Instrumente ist nicht so groß, dass
man nicht Elemente aus dem Autosektor übernehmen würde und
diese »marinisiert«. Mit anderen Worten: Es werden Bauteile
auf Seefahrt getrimmt, deren Konstrukteure an Salzwasser und die Bewegungen
eines Bootes gar nicht gedacht haben. Das führt zu »Überwachungs-
defekten«, die Unsicherheit erzeugen.
Links: Überwachung einer
Megayacht (MTU)
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Mindest-Überwachungsumfang
bei Dieselmotoren.
(1) Kleine Diesel
als Hilfsmotor auf Segelbooten. Blinddeckel für Drehzahlmesser
und Akustik- alarm sind Sparmaßnahmen der Motorenhersteller. Dem
Stand der Technik entsprechend soll- ten beide Geräte zum Standard-
Ausrüstungsumfang gehören. Prinzipiell kann man aber sagen,
dass mit den drei Kontrolllampen Öldruck, Kühlwasser und Ladestrom
ein kleiner, selten benutzter Dieselmotor ausreichend überwacht
ist.
(2) Für
Motorsegler und Motor- kreuzer gehören der Drehzahlmesser und die
akustische Warnanlage zum Mindestum- fang. Erweitern sollte man um ein
Kühlwasser-Thermometer und eine Tankanzeige.
(3) Mit zunehmender
Betriebsstundenzahl und Leistung des Motors sollte die Überwachung
auf Öldruckanzeige und Betriebsstundenzähler erweitert werden.
(4) Je nach Aufbau der Bordelektrik
gehören bei häufig gefahrenen Motoren zur Überwachung
der Motorelektrik auch ein Volt- und Amperemeter, während das Bordnetz
mit einem Gleichstromzähler gut ausgerüstet ist. Mit steigenden
Anforderungen an den Motor sollte auch die Abgas- und Öltemperatur
überwacht werden.
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Kolben-Förderpumpe.
Bei allen Motoren mit einer Bosch-Reiheneinspritzpumpe zu finden. Sie
wird durch Druck auf den Knopf oben betätigt und hat auf der Unterseite
ein sehr praktisches Sieb mit Kontrollglas.
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Kraftstoff-Förderpumpe
Die Kraftstoff-Förderpumpe ist im Normalfall eine Membranpumpe,
die über eine Nocke im Motor angetrieben wird und Kraftstoff aus
dem Tank saugt. Die Pumpe ist über viele Jahre wartungsfrei und
unkompliziert, wenn die Vorfilter in Ordnung sind und die Saughöhe
zum Tank nicht zu nah an der Grenze des Zulässigen liegt. Im Allgemeinen
macht die Saughöhe der Membranpumpen ca. 1 m aus. Wird diese Höhe
überschritten, muss eine Förderpumpe (meist elektrisch) zwischengeschaltet
werden. Die Saughöhe der Kraftstoff-Förderpumpe ergibt sich
aber nicht nur aus dem Niveauunterschied zum Tank, sondern auch aus
den Rohrleitungswiderständen und dem Widerstand an den Vorfiltern.
Daraus können Sie schließen, wie sensibel die ganze Kraftstoffzufuhr
werden kann, wenn der Tank fast leer ist und die Filter ziemlich verstopft
sind. Dadurch erhöht sich die Förderhöhe irgendwann so
weit, dass die Pumpe es nicht mehr schafft. Dies wiederum führt
zu Leistungsabfall der Maschine, der oft schleichend ist und damit eine
Kette von Reaktionen auslöst, die zu Defekten führen.
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Bild links:
Bei fast allen kleinen bis mittelgroßen
Diesel- motoren findet man die hier gezeigte Mem- branpumpe als Kraftstoff-Förderpumpe.
Den auf der Unterseite der Förderpumpe befind- lichen Hebel kennt
zur Genüge, wer schon einmal einen Dieselmotor entlüftet hat.
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Bild links:
Wartung: Das
Reinigungsintervall für das Sieb wird vom Hersteller genannt (meist
einmal im Herbst). Achten Sie beim Zusammenbau auf ordentlichen Sitz
der Packung.
Wenn eines Tages der Verdacht besteht, dass die leistung der Pumpe nachlässt,
drehen Sie am Vorfilter ein Ventil zu, schrauben an der Pumpe die Saugleitung
los. halten mit dem Finger die Offnung zu und pumpen mit der Hand. Wenn
Sie am Finger ein deutliches Saugen spüren, hören Sie auf
zu pumpen und zählen bis zehn. Wenn der Unterdruck dann nicht nachgelassen
hat. ist die Pumpe wahrscheinlich in Ordnung.
Wenn nicht, liegt es eher an der Membran. Es kann allerdings auch eines
der beiden Ventile sein, das z. B. durch Verunreinigung hängen
geblieben ist. Auf See muss man versuchen, das »Ding« zu
zerlegen, den Fehler zu finden, zu beseitigen. Im Wochenend- betrieb
hat man die üblichen drei Möglichkeiten:
1. Den Schaden von einer örtlichen
Service-Firma während der Woche beheben zu lassen.
2. Die Pumpe ausbauen. zu Hause
in eine Werkstatt bringen und sie am darauf folgenden Wochenende wieder
einbauen.
3. Zerlegen. Ersatz für
defekte Teile kaufen und direkt an Bord wieder zusammenbauen.
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